Auch Große kämpfen -Danish Crown: Mit neuer Struktur aus der Krise?

Der Fleischkonzern Danish Crown hatte zuletzt mit steigenden Kosten und schrumpfenden Gewinnen zu kämpfen. Mit einer neuen dreitteiligen Geschäftstruktur will man den Negativtrend stoppen.

Der dänische Schlachtgigant Danish Crown (DC) hat die zweite Phase seines dreiteiligen Transformationsprogramms gestartet. Nachdem sich der neue CEO Niels Duedahl einen Überblick über das Gesamtgeschäft des wirtschaftlich angeschlagenen Konzernes verschafft hat, sollen nun effizientere Strukturen geschaffen werden. „Wir müssen uns stark auf die Wertschöpfung konzentrieren. Deshalb haben wir uns entschieden, das Kerngeschäft in drei Geschäftsbereiche aufzuteilen, von denen jede Erträge erwirtschaftet, die an die Eigentümer weitergegeben werden können“, sagt Duedahl in einer Pressemitteilung.

Mit Wirkung zum 1. April wurde die bisherige Business Unit Danish Crown in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Danish Crown Industry, Danish Crown Foods und Danish Crown UK.  

  • In Zukunft werden der Schlachthofbetrieb und der Geschäftskundenbereich von Danish Crown Industry durchgeführt. Hier sind rund 5.200 Mitarbeiter beschäftigt und es wird ein Umsatz von umgerechnet knapp 2,3 Mrd € erzielt. Diese Sparte soll einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb der Schlachthöfe gewährleisten und den Schweinemästern attraktive Lieferkonditionen bieten.
  • Der Vertrieb und die Produktion von frischen und verarbeiteten Waren an Kunden aus dem Einzelhandel und der Gastronomie werden künftig bei Danish Crown Foods abgewickelt. Diese Abteilung beschäftigt ca. 3.000 Mitarbeiter und kommt auf einen Umsatz von umgerechnet gut 1,7 Mrd. €. Basierend auf einer effizienten Produktion besteht die Kernaufgabe dieser Abteilung darin, frische und verarbeitete Waren zu verkaufen und die Marken von Danish Crown zu entwickeln. 

  • In Zukunft wird das britische Geschäft eine eigenständige Geschäftseinheit mit rund 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 540 Mio. € darstellen. Danish Crown UK soll weiter wachsen. Dafür braucht es nach Ansicht der Konzernspitze ist ein starkes und lokales Management, das sich voll und ganz auf den effizienten Betrieb der britischen Fabriken und die Betreuung der britischen Kunden konzentriert.
  • Anstatt weiterhin Ressourcen für eine komplexe Integration auszugeben, haben wir uns für eine Aufteilung entschieden. Alle drei Geschäftsbereiche werden über ein eigenes Management verfügen und individuell bewertet. Kurz gesagt, jeder von ihnen erhält einen scharfen Fokus, und als Management erhalten wir Transparenz darüber, wo und wie im Unternehmen Gewinne erzielt werden“, sagt Niels Duedahl.